Marble Ass (Marmorarsch)
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Ein heruntergekommenes Haus in den Außenbezirken von Belgrad ist Zuflucht einer merkwürdigen Clique von Kriegsverweigerern. Marilyn, ein Transvestit, arbeitet als Hure und glaubt, so einen persönlichen Beitrag zur Befriedung des Balkans zu leisten. Sanela, ebenfalls Transe, läßt sich von einem Bodybuilder aushalten. Dzoni, ein Kriegsheimkehrer, und sein Kumpel schlagen sich mit krummen Geschäften durch. Die Verlorenheit der Menschen, die Kriegstraumata und alltägliche Schwierigkeiten des Überlebens münden in eine Spirale von Gewalt und Gegengewalt. Ein Film über eine Gesellschaft im Kriegszustand, ein Abgesang auf eine ganze Zivilisation. (Spezialpreis der Teddy-Jury Berlin 1995)
Sex and Crime and Rock'n Roll aus Serbien. Klarer Fall eigentlich, daß Erotik hier kaum anders als mit Waffen im Bild abgeht, als tödliches oder lebensspendendes Spiel zweier Körper, die sich mit Messern befuchteln und die ihre Frühstückseier mit dem Revolverkolben aufschlagen: Der Liebesakt ist eine gewaltsam-spielerische Choreographie schöner Körper. Körper gilt es umzuinterpretieren: Männer sind hier wieder einmal die besseren Frauen, mit schmalen Hüften, zellulitisfreier Haut und - Marmorarsch. (Tagesspiegel)
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